Rückblick auf 2009

Das Bietschhorn ist ein faszinierender Berg. Einheimische und Fremde sind ergriffen von der majestätischen Schönheit dieses Berges. Kommt man von Chamonix über die Forclaz sieht man im Osten diese mächtige Pyramide, ganz besonders im Abendlicht.

Das Bietschhorn ist darum nicht nur der König des Lötschentales. Es ist auch der König des Rhonetales, denn kein anderer Berg überragt so dominant seine Umgebung, obwohl er kein Viertausender ist. Dazu fehlen ihm 66 Meter. Dafür sieht man dort 40 Viertausender, ein Seltenheitswert. 2009 wird es 150 Jahre her sein, seit das Bietschhorn zum ersten Mal bestiegen wurde.

Dieses Jubiläum ist Grund genug, Rückschau zu halten und in die Zukunft zu blicken. Prior Felix Lehner (1802-1860, Prior in Kippel von 1850-1860) war ein begeisterter Bergsteiger. Schon im Sommer 1858 hatte er einen Versuch unternommen, das Bietschhorn zu bezwingen. Aber erst am 13. August 1859 gelang dem Engländer Leslie Stephen (1832-1904) mit den drei einheimischen Führern Johann (1816-1886) und Joseph Siegen (1811-1895) aus Ried und ihrem Vetter Joseph Ebener (1808-1876) aus Wiler die Erstbesteigung.

Prior Lehner war wieder dabei, musste aber auch bei diesem zweiten Versuch am Fusse des Nordgrates umkehren, begleitet vom Neffen Ignaz Lehner (1831-1912).